A 53, S Nr. 207 Brüder Ludwig, Heinrich, Albrecht Georg und Christoff, Grafen zu Stolberg, dann alle weiteren Grafen zu Stolberg \ \ Johann von der Asseburg, Herr auf Neindorf, Lippoldt von Rössing (ab 1578 seine Erben Johann und Ludolff von Rössing), Herr auf Wülperode, Ludolff von Hoym, Herr au[Location: Wernigerode]

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Identifikation

Signatur:A 53, S Nr. 207

Form-/Inhaltsangaben

Titel:Brüder Ludwig, Heinrich, Albrecht Georg und Christoff, Grafen zu Stolberg, dann alle weiteren Grafen zu Stolberg

Johann von der Asseburg, Herr auf Neindorf, Lippoldt von Rössing (ab 1578 seine Erben Johann und Ludolff von Rössing), Herr auf Wülperode, Ludolff von Hoym, Herr auf Ermsleben, und Johann Gebhardt von Hoym, Herr auf Stecklenberg, alle als Erben des verst. Gebhardt von Hoym, o. g. Johann von der Asseburg als Großvater und Vormund für die Schwestern Margarethe und Salome Spiegel zu Halberstadt, Erben des Curdt Spiegel, dann Christoff und Tham von Schafstädt (verst. zu Prozeßbeginn) als Erben des Christoff von Schafstädt, Herr auf Deersheim, Lorenz von der Tann, Herr auf Sylda, Christoff Stammer, Herr auf „Weidlitz“ in der Grafschaft Mansfeld, wohnhaft zu Eisleben, Wolf Röder zu Harzgerode (ab 1567 seine Witwe Euphemia, geb. von Rastenberg), Arndt Stammer zu Ballenstedt als Erbe des Gebhardt Stammer, die Brüder Hans und Wolf von Thale zu Hoym, Erben des Claus von Thale, Eckhardt Stammer zu Sangerhausen ebenfalls als Erbe des Gebhardt Stammer, Hans von der Haid, Herr auf Appenrode, derzeit zu Blankenburg, die Brüder Ruprecht und Georg von Schierstedt, Erben des Curt von Schierstedt, Herren zu Benzingerode, die Brüder Hans und Christoff von Kißleben als Erben des Herwig von Kißleben zu Benzingerode, wohnhaft zu Derenburg, Hans von Wedelsdorf zu Thale, als Erbe des Heinrich von Wedelsdorf, Jürgen Lunnerstedt zu Blankenburg als Erbe des Hans Lunnerstedt zu Blankenburg, sowie Bürgermeister und Rat der Stadt Derenburg, Ernst, Graf von Regenstein-Blankenburg, für sich und seine Brüder Bodo und Caspar Ulrich, Grafen von Regenstein-Blankenburg, die Schwestern Barbara, Margaretha, Katharina und Agnes von Leipzig zu Halberstadt, Erben des Wolf von Leipzig zu Wernigerode, Bürgen der Grafen von Regenstein-Blankenburg
Enthält/ Darin:Enthält: citationis

Für 45.800 fl und 27.334 fl erwarben die Grafen zu Stolberg zwischen 1540 und 1543 die Herrschaft Derenburg mit den Dörfern Reddeber, Danstedt und dem Vorwerk Mulmke von Graf Ulrich von Regenstein-Blankenburg für 15 Jahre. Vor Vertragsende gaben sie diesen Besitz auf Bitte der Grafen von Regenstein-Blankenburg zurück, ohne dass die Regensteiner die Ablösesumme zahlen konnten. Bis 1559 wurden lediglich 1.000 fl Zinsen gezahlt und von der Ablösesumme nichts. Zur Klärung forderten die Grafen zu Stolberg ihre Schuldner vor das RKG, als ihnen von einer kaiserlichen Kommission (siehe dazu A 53, S Nr. 207) auferlegt wurde, ihre Abrechnung über die o. g. Güter zur Schuldenregulierung der Grafen von Regenstein beizubringen. Am RKG verwandten sich sowohl Fürst Wolfgang von Anhalt und Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig-Lüneburg für die Grafen von Regenstein-Blankenburg, indem sie die Rechtsprechung vor sich forderten, da die Regensteiner nicht reichsunmittelbar, sondern dem Hause Anhalt und auch dem Haus Braunschweig-Lüneburg untertan waren. Während des Prozesses am RKG begannen die Stolberger Grafen in ihrem Herrschaftsgebiet ihre Forderungen eigenständig einzutreiben. So wurden 2.400 Tlr und 200 fl in Gold, die Wolf Röder dem Münzmeister Hans Glintz geliehen hatte, beschlagnahmt. Außerdem behielten die Grafen 600 fl in Gold, die sie von Herwig von Kißleben als Kredit erhalten hatten. Diese Eigenmächtigkeiten verurteilte das RKG 1566, akzeptierte aber die Forderungen des Hauses Stolberg.
Laufzeit/Datum (detailliert):(1540, 1552) 1559 - 1610
Umfang:8 cm

Kontext

Provenienzstelle:Reichskammergericht
Registratur-Signatur:S 8562
 

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URL:https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=3146591
 
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