Identifikation |
| Signatur: | A 53, K Nr. 99 Bd. 1 |
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Form-/Inhaltsangaben |
| Titel: | Volrath von Krosigk (Krosickh), Herr auf Beesen (Beesenlaublingen) und Hohenerxleben (bei Staßfurt) (Kl.)
Christoff von Arnim, Herr zu Staßfurt und Domherr zu Magdeburg, Hans Ernst von der Asseburg, Herr auf Peseckendorf, David von Trotha und Andres (von) Blan(c)kenburg, Herr zu Sandersleben (Bekl.) |
| Enthält/ Darin: | Enthält: iniuriarium wegen Landfriedensbruch
Am 17.07.1591 überfielen mittags die Angeklagten mit etwa 200 Bewaffneten das Schloß Hohenerxleben, fürstlich anhaltinisches Lehen des Volrath von Krosigk. Den Angeklagten, Lehnsleuten des Erzstifts Magdeburg, mißlang der Überfall auf das stark befestigte Schloß. Darauf überfielen sie den beim Schloß gelegenen Maierhof des Klägers und nahmen dort dessen Kuhhirten gefangen, der dann in das Gefängnis von Staßfurt gebracht wurde. Außerdem mißlang der Überfall auf den Fischer des von Krosigk, der sich in seinem Boot retten konnte. Dafür wurden dessen Netze zerschnitten, und im Anschluß wurde das vor dem Schloß liegende Wirtshaus geplündert. Ursache dieses Überfalls war die Gefangennahme des Urban Pfertz aus Staßfurt, einem Untertanen des von Arnim, der bei nächtlichem Fischfang auf der Bode, im Lehnsbereich des von Krosigk, durch dessen Vogt gestellt worden war. Volrath von Krosigk wollte die Bestrafung dieses Mannes, bot sogar eine gemeinsame Gerichtssitzung mit Christoff von Arnim an, doch der verlangte seinen Untertanen ohne Bestrafung für sich zurück. Die Fronten verhärteten sich, und es kam zum geschilderten Überfall. Die vor der Kanzlei des Erzstifts eingebrachte Klage führte zur Bildung einer Kommission, die aber nicht arbeitete, woraus die Klage am RKG erwuchs. |
| Laufzeit/Datum (detailliert): | 1591 - 1595 |
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Kontext |
| Provenienzstelle: | Reichskammergericht |
| Registratur-Signatur: | K 2729 |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=3192861 |
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