Identifikation |
| Signatur: | A 53, K Nr. 86 |
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Form-/Inhaltsangaben |
| Titel: | Johann Knorr(e), erzbischöflich magdeburgischer Rat und Bürger zu Halle (Bekl.), ab 1601 seine Erben, u.a. die Brüder Johann und Paul Knorre, Bürger zu Halle/S.
Thobias Hübner, Bürger und Freisasse zu Halle/S. für seine Ehefrau, Tochter und Erbin des Mag. Paul Praetorius, fürstlich erzbischöflich magdeburgischer Rat und Bürger zu Halle/S. (Kl.) |
| Enthält/ Darin: | Enthält: appellationis
Für den märkischen Bergwerksaufbau nahm der Kurfürst von Brandenburg, unterstützt durch seinen Bruder, den Erzbischof von Magdeburg, Kredite von über 130.000 Tlr auf. 1563 standen mit Zinsen 39.065 Tlr als Rückzahlsumme an die Gläubiger, die über Erzbischof Sigismund von Magdeburg ihr Geld in das Geschäft eingesetzt hatten. Koordinator dieser Transaktionen war Johann Knorre, der auch selbst Gläubiger in diesem Geschäft war. Ein weiterer Gläubiger war Paul Praetorius, der noch eine Restzahlung von 2.500 Tlrn erhalten sollte, diese auch angeblich bekommen hatte, wovon aber sein Schwiegersohn und seine Tochter nichts wußten, als sie als Erben das Geld forderten. Da das Geld seitens Kurbrandenburgs gezahlt wurde, vermutete man in Johann Knorre denjenigen, der möglicherweise das Geld nicht zum Empfänger gelangen ließ. Da Johann Knorre selbst mit der Schwester der Hübner-Gattin verheiratet war, betraf ihn Hübners Argumentation gleichfalls, was Hübner übersah und so seine Frau als Alleinerbin betrachtete. Dieser Streitfall, eingelagert in eine komplizierte und viele Parteien betreffende Finanztransaktion, ist unvollständig überliefert; soweit die Akten vorhanden sind, ergeben sie keine schlüssigen Beweise für Hübner. |
| Laufzeit/Datum (detailliert): | 1563 - 1610 (1630) |
| Umfang: | 17 cm |
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Kontext |
| Provenienzstelle: | Reichskammergericht |
| Registratur-Signatur: | K 2627 |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=3160629 |
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