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A 53, S Nr. 210 Ludwig und Albrecht Georg, Grafen zu Stolberg, Heinrich von Rüxleben, Hauptmann zu Stolberg, Dr. iur. Johann Koch, Dr. iur. Franziskus Schüssler, Erasmus Frölich, Melchior Arontius und Daniel Caldenbach, alle gräflich stolbergische Räte (Bekl.), ab 1564 die Brüder Ludwig, Heinrich,[Location: Wernigerode]
Archive plan context |
A 53, S Nr. 210 Ludwig und Albrecht Georg, Grafen zu Stolberg, Heinrich von Rüxleben, Hauptmann zu Stolberg, Dr. iur. Johann Koch, Dr. iur. Franziskus Schüssler, Erasmus Frölich, Melchior Arontius und Daniel Caldenbach, alle gräflich stolbergische Räte (Bekl.), ab 1564 die Brüder Ludwig, Heinrich,
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Identifikation |
| Signatur: | A 53, S Nr. 210 |
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Form-/Inhaltsangaben |
| Titel: | Ludwig und Albrecht Georg, Grafen zu Stolberg, Heinrich von Rüxleben, Hauptmann zu Stolberg, Dr. iur. Johann Koch, Dr. iur. Franziskus Schüssler, Erasmus Frölich, Melchior Arontius und Daniel Caldenbach, alle gräflich stolbergische Räte (Bekl.), ab 1564 die Brüder Ludwig, Heinrich, Albrecht Georg und Christoff, Grafen zu Stolberg, ab 1574 die Brüder Wolf Ernst, Botho, Johann und Heinrich, Grafen zu Stolberg
Dechant und Domkapitel zu Halberstadt, Dechant und Kapitel von Beatae Mariae Virginis, Dechant und Kapitel von St. Bonifatius, Lic. iur. Andreas Luder, Syndicus der Kirchen zu Halberstadt, für sich und als verordneter Vormund für die Erben der verst. Witwe des Jobst Hutmann und des verst. Borchardt Meie, alle Bürger zu Halberstadt, Dr. iur. Heinrich von Bila, erzstiftisch magdeburgischer Rat, derzeit wohnhaft in Halle/S., Arndt Eltze (Unterschrift in Vollmacht als „Alexander Macholdt“), Conradt Breitsprach und Moritz Hermann, alle zu Halberstadt, ab 1561 auch Moritz Hermann für seine Ehefrau Katharina, Bürger zu Halle/S., alle Gläubiger der Grafen zu Stolberg (Kl.)
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| Enthält/ Darin: | Enthält: appellationis
In Abwesenheit der hier klagenden Grafen zu Stolberg wurde ein Urteil zugunsten der hier Beklagten Anfang Januar 1559 von Hans von Barby, Hauptmann zu Halberstadt, und Hans von Randau, Hauptmann zu Hornburg, beide als Kommissare Sigismunds, Erzbischof von Magdeburg, Administrator des Hochstifts Halberstadt und Markgraf zu Brandenburg, eröffnet. Alle hier als Beklagte genannten Gläubiger der Grafen zu Stolberg erhielten Immissionen in gräflich stolbergische Güter, die vom Hochstift Halberstadt als Lehen an das Grafenhaus Stolberg vergeben waren, bis zum Abtrag der Forderungen. Die Appellation der hier Klagenden beruht einmal darauf, daß z. Z. der Immissionsentscheidung die Grafen zu Stolberg unbekannt verreist waren, das Urteil von einer Kommission und nicht von einem ordentlichen Gericht gesprochen und dann die Immission z. B. durch Dr. von Bila, seinen Bruder Friedrich von Bila und deren in Böhmen sitzenden Vettern gewaltsam und eigenmächtig durchgeführt wurde. Mit ca. 70 Bewaffneten wurden in der Grafschaft Wernigerode Stapelburg, die Klöster und Dörfer Ilsenburg, Drübeck und Wasserleben sowie Langeln und Silstedt eingenommen und die Bauern zur Huldigung gezwungen. Auf die Appellation am RKG reagierte Erzbischof Sigismund von Magdeburg mit einer persönlichen Befragung der Grafen zu Stolberg und des aus magdeburgischen Diensten ausgeschiedenen Dr. von Bila im Juli 1559 auf der Moritzburg zu Halle/S. und entschied auf Rechtmäßigkeit der Immissionsentscheidung seiner Kommissare. 1573 wies das RKG die Appellation der Grafen zu Stolberg an die erste Instanz zurück und legte den Grafen sämtliche aufgelaufenen Gerichtskosten auf. |
| Laufzeit/Datum (detailliert): | (1509, 1545) 1559 – 1567/1570 – 1577 |
| Umfang: | 10 cm |
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Kontext |
| Provenienzstelle: | Reichskammergericht |
| Registratur-Signatur: | S 8569 |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=3146594 |
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