Identifikation |
| Signatur: | A 53, S Nr. 177 |
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Form-/Inhaltsangaben |
| Titel: | Ludwig Georg und Christoff, Grafen zu Stolberg-Ortenberg
Heinrich und Wolfgang Georg, Grafen zu Stolberg-Wernigerode, sowie Statz von Münchhausen, Herr auf Stapelburg |
| Enthält/ Darin: | Enthält: citationis sive simplicis querelae
Die Kläger fordern hier Rechenschaft von ihren Vettern und dem von Münchhausen auf Basis des gräflich stolbergischen Erbvertrags von 1587 und 1588. Demnach durften keine gräflichen Güter mit Schulden belastet werden, wenn nicht der allgemeine Konsens aller Grafen zu Stolberg dazu vorlag, also auch der Grafen, die dieses Territorium nicht unmittelbar besaßen. So hatte Statz von Münchhausen, Lehnmann der hier beklagten Grafen, das gräflich stolbergische Amt Elbingerode nach dem Erbvertrag und ohne allgemeinen gräflichen Konsens erhalten, weil er 1583 gräfliche Schuldbriefe von 91.000 Rtlr vorwies. Da das Amt nach 31 Jahren noch nicht rückerstattet wurde, obwohl die Schuldenlast längst getilgt war, erfolgte diese Klage, als Münchhausen noch Schulden von 17.000 Rtlr forderte. Diese Forderung hätte nur zustande kommen können, wenn Münchhausen Wucherzinsen berechnete oder unbekannte und nicht allgemein ratifizierte gräflich stolbergische Verträge mit Münchhausen vorgelegen hätten.
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| Laufzeit/Datum (detailliert): | 1614 – 1617 |
| Umfang: | 2 cm |
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Kontext |
| Provenienzstelle: | Reichskammergericht |
| Registratur-Signatur: | S 8501 |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=3146561 |
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