I 540 Mitteldeutsche Stahlwerke AG Riesa, Werk Lauchhammer, 1737-1953 (Bestand)[Benutzungsort: Merseburg]

Archivplan-Kontext

 

Angaben zur Identifikation

Signatur:I 540
Benutzungsort:Merseburg
 

Form-/Inhaltsangaben

Titel:Mitteldeutsche Stahlwerke AG Riesa, Werk Lauchhammer
Laufzeit/Datum (detailliert):1737 - 1953
Weitere Hilfsmittel (PDF):siehe unten unter »Dateien« Zwangsarbeiterinventar
Laufmeter:10,20
Findhilfsmittel:Findkartei
Registraturbildner:Geschichte: Am 17. Juli 1725 erteilte Friedrich August König von Polen der Freifrau von Löwendal das Privileg zur Errichtung eines Eisenhammerwerkes in Lauchhammer. Das Werk bestand anfangs aus einem Hochofen und einer kleinen Gießerei. Nach dem Tod der Gründerin im Jahr 1776 ging es in den Besitz des Grafen Detlef Carl von Einsiedel über. 1784 erfolgte die Einrichtung einer Kunstgießerei, 1785 wurde mit dem Emaillieren eiserner Geschirre begonnen. Neben Eisengussprodukten wurden ab 1838 auch Erzeugnisse aus Bronzeguss hergestellt. Der letzte Graf von Einsiedel verstarb 1861. Seine Erben verkauften im Jahr 1872 sämtliche Besitzungen an ein Konsortium, welches das gesamte Besitztum in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen AG Lauchhammer von Gräflich Einsiedelsche Werke umwandelte. Neben 31 Hochöfen besaß die AG bei der Gründung auch die Güter Mückenberg, Frauendorf, Sallgast und Burghammer. Der Hochofenbetrieb wurde 1880 eingestellt, da die Erzlagerstätten nahezu erschöpft waren. Es wurde eine Eisenkonstruktionswerkstatt für Brücken und Kräne eingerichtet und mit dem Bau von Chargiermaschinen begonnen. Weiterhin begann der Abbau von Braunkohle. Zu deren Verarbeitung erfolgte der Bau einer Brikettfabrik, die 1902 ihre Arbeit aufnahm. In den Jahren 1910 und 1911 wurde ein Kraftwerk erbaut. Dieses versorgte neben dem Werk Lauchhammer und den Werken in Gröditz und Riesa zahlreiche Ortschaften mit Strom. Am 13. Juni 1922 beschloss die Generalversammlung der AG Lauchhammer die Zusammenlegung der Gesellschaft mit den Linke-Hofmann-Werken, Breslau, zur Linke-Hofmann-Lauchhammer AG, Breslau. 1926 erwarb die Aktiengesellschaft für Hüttenindustrie Berlin mehrere Werke der Linke-Hofmann-Lauchhammer AG, darunter die Betriebe in Lauchhammer. Es erfolgte die Umbenennung in Mitteldeutsche Stahlwerke AG, Berlin. Am 13. März 1931 wurde der Sitz der Gesellschaft von Berlin nach Riesa verlegt. Im selben Jahr wurde das Eisenwerk Burghammer stillgelegt, seine Produktion übernahm das Werk Lauchhammer. Im Jahr 1937 bestand das Werk Lauchhammer aus den zwei Abteilungen Bergbau/Brikettfabrik/Kraftwerk und Eisenwerk. Im 2. Weltkrieg wurde das Werk als kriegswichtiger Betrieb eingestuft, nach Kriegsende wurde es größtenteils demontiert. 1947/1948 erfolgte eine teilweise Rekonstruktion. Nach der Überführung in Volkseigentum am 1. Juni 1947 bildeten der Tagebau Koyne, die Brikettfabrik und das Kraftwerk den VEB Braunkohlenwerk Lauchhammer, das Eisenwerk ging im späteren VEB Schwermaschinenbau Lauchhammerwerk, Bagger-, Förderbrücken- und Gerätewerk, Lauchhammer, auf.
 

Dateien

Dateien:
  • LHASA_Zwangsarbeiterinventar_MER.pdf
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:http://recherche.lha.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=377881
 
 
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