E 144 Hermann Siebert, 1382-1958 (Bestand)[Location: Dessau]

Archive plan context


Information on identification

Ref. code:E 144
Benutzungsort:Dessau

Form-/Inhaltsangaben

Title:Hermann Siebert
Dimensions W x H (cm):1382 - 1958
Findbuch (PDF):siehe unten unter »Dateien«
Running meters:3.60
Finding aids:Findbuch 2006 (online recherchierbar)
Registraturbildner:Hermann Siebert wurde am 13.9.1865 in Bernburg geboren. Nach Abschluss eines Chemie-Studiums war er bei den Bernburger Solvay-Werken als Chemiker beschäftigt. Seinen Doktortitel erwarb er an der philosophischen Fakultät der Universität Rostock. Schon sehr frühzeitig widmete er sich der Heimat- und Geschichtsforschung. Ausdruck dessen waren neben seiner Mitgliedschaft im Verein für Anhaltische Geschichte und Altertumskunde, in dem er lange Zeit als Schriftführer und 2. Vorsitzender mitwirkte, seine zahlreichen Publikationen. Thematisch befasste er sich dabei hauptsächlich mit der Bernburger Heimatgeschichte, mit dem Bergbau im anhaltischen Harz, mit Brücken sowie mit Bräuchen und Sagen in Anhalt. Der überlieferte Bestand macht deutlich, dass er dabei umfangreiche Forschungen an Originalquellen in verschiedenen Archiven durchführte. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war er als Museumspfleger der Stadt Bernburg tätig, gründete die stadtgeschichtliche Abteilung des Museums und wurde mit der Ehrenplakette der Stadt Bernburg ausgezeichnet.
Der Heimatgeschichte blieb er bis zu seinem Lebensende verbunden. Seine letzte Publikation erschien nach seinem Tod am 15.11.1954 im Jahre 1955.
Bestandsinformationen:Der Bestand „Nachlass Siebert“ kam in 2 Teilen in das ehemalige Historische Staatsarchiv Oranienbaum. Während der erste Teil des Bestandes als Nachlass von Dr. Siebert wahrscheinlich bereits vor 1959 übernommen worden war, übergab den zweiten Teil im Jahre 1966 ein anderer Bernburger Heimatforscher. Dieser zunächst nach dessen Namen als „Nachlass Franz Stieler“ bezeichnete Bestand stellte sich bei der weiteren archivischen Bearbeitung als ein Teil des Nachlasses Siebert heraus. Da beide Personen als Museumspfleger in Bernburg tätig waren, lag die Vermutung nahe, dass Hermann Siebert kurz vor seinem Tode persönliche Unterlagen und Teile seiner Sammlungen an Franz Stieler übergeben hatte. Der Bestand, der vor allem für Forschungen zur Bergbaugeschichte Anhalts, zur Heimatgeschichte Bernburgs, zur Nienburger Hängebrücke und zur Familiengeschichte der von Biedersees auf Ilberstedt nicht unbeachtet gelassen werden sollte, enthält auch in größerem Umfang einzelne Originaldokumente und Originalakten verschiedener Provenienzen, die größtenteils aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen und sogar bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. In welchem Zusammenhang diese in den Nachlass kamen, ließ sich nicht mehr klären. Jedoch lässt die Überlieferung darauf schließen, dass Hermann Siebert besonderen Zugang zu den Beständen des Rittergutsarchives Waldau sowie des Bergamtes und Forstamtes Harzgerode gehabt haben muss. Darüber hinaus sind einige Provenienzen aus dem Nachlass seines Großonkels, des Staats- und Regierungsrates Hagemann, in den Besitz Sieberts gelangt. Die offensichtlich staatlichen Behördenbeständen entnommenen Akten wurden in die entsprechenden Bestände zurückgeführt. Die aktuellen Signaturen dieser Akten sind den Zusatzinformationen bei den Gliederungsgruppen 03.02.-03.09. zu entnehmen.
Die Aktensignaturen Nr. 334 bis 367 wurden aus dem Bestand herausgelöst und bilden jetzt den Bestand H 243 Gutsarchiv Waldau.
 

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