H 174 Gutsarchiv Ottleben, 1792-1863 (Bestand)[Location: Wernigerode]

Archive plan context

 

Information on identification

Ref. code:H 174
Benutzungsort:Wernigerode
 

Form-/Inhaltsangaben

Title:Gutsarchiv Ottleben
Period/Date (detailed):(1792) 1798 - 1863
Running meters:0.08
Finding aids:Findbuch von 1998 (online recherchierbar)
Registraturbildner:Ottleben gehört zur Gemeinde Ausleben, Lkr. Börde, Sachsen-Anhalt.

Das 1108 erstmals urkundlich erwähnte Dorf Ottleben gehörte im Spätmittelalter zum Hochstift Halberstadt. Das Hochstift fiel 1650 als Fürstentum Halberstadt an die Kurfürsten von Brandenburg und ging 1816 in der preußischen Provinz Sachsen auf, die bis 1945 bestand.

Im Kirchdorf Ottleben, einer Filia von Ausleben, bestanden in der Frühen Neuzeit vier adlige Güter. Sie waren Lehen der Halberstädter Bischöfe, die Kirchenpatronat und Gerichtsherrschaft über Ottleben innehatten. Eines dieser Rittergüter, die sogenannte Trautenburg, ging auf eine 1575 durch Blitzschlag zerstörte Burganlage zurück und befand sich schon am Ausgang des Mittelalters im Besitz der gleichnamigen Familie. Die von Trautenburg sonst Beyer genannt erwarben zudem 1668 von der Familie von Bornstedt das zweite Rittergut, die Klinkenburg, ein Afterlehen der von Veltheim, sowie 1700/09 das dritte Rittergut, der Lüdershof oder Turmhof, von den Grafen von Wartensleben. Nachdem 1818 das vierte Rittergut, ein Afterlehen derer von der Asseburg zu Neindorf, aufgelöst worden war, existierte nur noch das vereinigte Rittergut der von Trautenburg.

Dieses 1842 als landtagsfähig bezeichnete Gut gelangte nach dem Aussterben der Familie im Mannesstamm (1786) an die Erbtochter Gräfin Karoline Henriette von der Schulenburg, geb. von Trautenburg.
1866 vererbte Graf Ludwig von der Schulenburg das Gut an seinen aus nicht standesgemäßer Ehe hervorgegangenen Sohn Emil Schulenburg, der es 1888 an die Firma Wrede und Sohn in Oschersleben verkaufte. 1903 erwarb es die Zuckerfabrik Ottleben, die es noch 1929 als mutmaßlich letzte Eigentümerin vor der Bodenreform 1945 besaß.
Bestandsinformationen:Bei der Verzeichnung des im Jahre 1956 durch eine Aktenabgabe der Frau Tangermann aus Belsdorf in das damalige Landeshauptarchiv Magdeburg gelangten Gutsarchivs Belsdorf fanden sich acht Akteneinheiten, die den Aufkleber „Acten aus dem Archiv des Ritterguts Ottleben“ trugen. Da keinerlei Überlieferungszusammenhang zum besagten Gutsarchiv Belsdorf oder der dieses Gut einst besitzenden Familie Tangermann zu erkennen war, wurden die Archivalien separiert und der vorliegende Bestand „Rep. H Gutsarchiv Ottleben“ gebildet. Die Erschließung durch ein maschinenschriftliches Findbuch erfolgte 1998.
Zusatzinformationen:Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
 

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URL:http://recherche.lha.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=5662
 
 
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